Sonntag, 1. November 2009

Das smarte Engagement

Vor nicht all zu langer Zeit bekam ich von Brigitte Reiser via Twitter einen Tipp: „The long tail of volunteering“ – ein Blogpost von Patric Daniels. Ich habe die Idee des Long Tail Effects (nach Chris Anderson 2004) auch schon fleißig verarbeitet und immer, wenn ich die Chance dazu hatte, darauf hingewiesen, dass man die „less active“ 80% (siehe Grafik) der Freiwilligen nicht mit irgendwelchen Überredungskünsten gewinnen oder halten kann. Freiwillige, die sich für ein Projekt grundsätzlich begeistern können, dann aber ob der vielen Arbeit, der ungünstigen Zeiten oder der Befürchtung irgendwelchen Erwartungen nicht gerecht werden zu können abspringen, brauchen flexible – smarte (!) – Engagementangebote. ...

Die Wunderbare Welt ist umgezogen. Weiter geht's auf www.hannes-jaehnert.de

4 Kommentare:

Brigitte Reiser hat gesagt…

Ich habe bewußt den Hashtag 'Bürgerbeteiligung' gewählt, weil ich denke, dass jemand, der bei einer Kartierung usw. mithilft, aktiv an öffentlichen Angelegenheiten teilnimmt, - also partizipiert. Dieses Partizipationsmoment beim Bürgerengagement mitzudenken, ist wichtig, denn Engagement sollte nicht ganz individualisiert und privatisiert werden. Jeder, der sich irgendwo engagiert, gestaltet gleichzeitig - und wenn auch nur in kleinem Ausmaß - öffentliche Räume mit und ist damit auch politisch tätig (im weiten Sinne).

Was das Micro-Volunteering angeht, - das ist aus meiner Sicht ein nettes Angebot, entspringt aber dem (ökonomischen/protestantisch geprägten) Gedanken, dass man jede Minute des eigenen Lebens effektiv nutzen sollte. Wer das so sieht, - für den ist das Angebot das Richtige. Dieser Nutzer wird Befriedigung darin finden, dass er seine Zeit nicht vergeudet, sondern auch beim Warten sinnvolle Leistungen für andere erbringt.

Ich persönlich denke hingegen, dass blosses Warten/Leerlauf auch zum Leben dazugehören.

Hannes Jähnert hat gesagt…

Okay an die protestantistisch geprägte Kultur hatte ich nicht gedacht. Macht aber Sinn, wenn man bedenkt, das die Idee des Mico-Volunteering wie die des Online-Volunteering aus den Staaten stammt ...

Vielleicht könnte man aber mit Micro-Volunteering-Angeboten auch Communitys knüpfen, die dann wiederum dem in Deutschland vorherschenden Gemeinschaftlichkeitsgedanken im Engagement entgegenkommt. Schnipseljagten via Mobil-Web auf die Art funktionieren, warum dann nicht das freiwillige Engagement via Mobile

Anonym hat gesagt…

Das beste Beispiel für Bürgerbeteiligung ist mir frisch über den (Online)Weg gelaufen (via Blog "Alles was gerecht ist von den Sozialhelden): www.buergerwirken.de - Basisdemokratisch, Crowdsourcing, "Wisdom of the crowds", Transparent, think global - act local - alles drin. Huch, Lobhudelei - aber ich bin echt begeistert.

Hannes Jähnert hat gesagt…

Na ja ... die Sozialhelden sind halt auch toll ;-)

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