Donnerstag, 17. September 2009

Seth Godin vs. Jayne Cravens

Ob in der Politik, in der Wissenschaft oder in der Blogsphäre: Der Diskurs ist wichtig. Wir hören und lesen über die Meinungen und Argumente anderer, kommentieren sie oder stellen unsere Ansichten dar. Social Media macht's möglich! Auf ein Paradebeispiel digitalen Diskurses bin ich heute über eine Facebook-Statusmeldung von Sebastian Schliecker (Helpedia.org) gestoßen:
Seth Godin kritisiert NPOs für mangelnde Social Media Nutzung: http://bit.ly/2AYxKp, Jayne Cravens antwortet: http://bit.ly/T8LAI
...

Die Wunderbare Welt ist umgezogen. Weiter geht's auf www.hannes-jaehnert.de

2 Kommentare:

Brigitte Reiser hat gesagt…

Seth Godin teilt lediglich seine persönlichen Erfahrungen mit NPOs mit und den Eindruck, den sie auf ihn machen. Das ist doch legitim.

Er scheint damit einen wunden Punkt berührt zu haben, wenn man sich die Diskussion auf dem Cronicle of Philanthropy-Blog anschaut http://tinyurl.com/n4dgn.

Das Bild, das NPOs von sich haben, muss aber nicht unbedingt von andern geteilt werden. Dass Nutzer ihre abweichende Meinung publizieren, ist Ausdruck des Kontrollverlusts, den Web 2.0 für Organisationen und ihre Marke mit sich bringt.

Weshalb darauf so aggressiv reagieren, wie J. Cravens es tut? Zum Glück verläuft die Diskussion auf dem Cronicle-Blog zum Thema etwas entspannter.

Hannes Jähnert hat gesagt…

Hallo Brigitte, besonders was den Seitenhieb Godins auf "a ton of volunteers" angeht, die seiner Ansicht nach kostenlos die Belange der Organisation nach vorn bringen, finde ich sehr daneben. Das ist genau jene Denke, die der Freiwilligenarbeit die Ressourcen entzieht. "Ehrenamtliche kommen einfach, machen mit und der Rest wird nebenher geklärt". Angesichts der lautstarken Forderungen nach mehr freiwilligem Engagement in Deutschland wie den vereinigten Staaten, kann man das mit "ignorant" schon ganz treffend beschreiben.

Was den aggressiven Ton Jayne Cravens' angeht, habe ich gemischte Gefühle: Zum einen finde ich es gut, dass sich Vertreter aus dem Dritten Sektor wehren, wenn sie ungerechtfertigt angegriffen werden (davon scheinen wir in Deutschland noch Meilen entfernt), zum anderen bringt es auch das Web mit sich, dass der Ton insgesamt rauer wird. Angesichts des einzig knappen Gutes im Netz, der Aufmerksamkeit, gepaart mit der Unfähigkeit lauter und leiser zu reden (oder zu schreien) kommen provokante Thesen bis hin zur Polemik immer häufiger zum Einsatz. Vielleicht auch ein Umstand an den man sich gewöhnen muss (?) Ich hoffe nich.

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