Samstag, 21. Februar 2009

NPO Blogparade #5: Die Kommunikation der Verwaltungskosten

Die mittlerweile fünfte Runde der NPO-Blogparade gestaltet Bastian Schwiecker vom Helpedia Blog. Die Frage dreht sich -- wie so häufig -- ums liebe Geld, ist deshalb aber nicht unberechtigt.
"Warum steht die Höhe der Verwaltungskosten bei spendensammelnden Organisationen so oft im Mittelpunkt der öffentlichen Debatte?"...
Die wunderbare Welt ist umgezogen. Weiter geht's auf www.hannes-jaehnert.de

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gleich mal besten Dank für den Verweis auf die Maecenata-Studie,kannte ich noch gar nicht.

Mehr dann in der Zusammenfassung der Blogparade.

Die wunderbare Welt ... hat gesagt…

... freu' mich!

Anonym hat gesagt…

Hi Hannes!

Habe jetzt in der Zusammenfassung darauf verzichtet alle Punkte einzeln zu behandeln, da ich sonst wohl nie fertig geworden wäre. Da es mich aber doch interesiert 2 Nachfragen zu Deinem Beitrag:

1. Der Vergleich mit dem Bio-Siegel setzt ja voraus, das die Höhe der Verwaltungskosten irgendeine Aussagekraft hat. Genau dies bestreite ich aber. Wenn überhaupt, dann würde ich dazu tendieren, dass niedrige Verwaltungskosten ein Zeichen für mangelnde Proffesionalität und Effektivität ist (der Zielgruppe pro Spendentaler also weniger geholfen wird).

2. Warum sollte man NPOs nicht FPOs vergleichen. Die Argumentation in Kurzform: NPOs die pro Spendentaler weniger Menschen aus der Armut befreien, Bäume rette, Denkmäler schützen, Krnakheiten heilen... kriegen zusehends weniger spenden (wie Frimen die schlechte Produkte herstellen). Wenn diese ihre Arbeitsweise nicht ändern, werden sie irgendwann ihre Arbeit einstellen müssen, da alle Spenden nur noch zu den effektiveren Organisationen fließen. Letzteren können sich aber natürlich nicht in Sicherheit wiegen, da ständig eine noch effektivere Hilfsorganisation auftauchen kann. Scheint mir nicht nur logisch, sondern im Sinne der Zielgruppe (z.B. hungernde Kinder) auch extrem erstrbenswert.

Soweit in aller Kürze,

Basti

Anonym hat gesagt…

Hallo Basti, deine Zusammenfassung habe ich gelesen und fand' sie gut. Brigitte Reiser bezog sich übrigens auch auf die MAECENATA-Studie aber na ja ... zu deiner Kritik:
(1) Den Vergleich mit dem BIO-Siegel und den Supermärkten habe ich nur gebracht um zu zeigen, dass wir uns immer auf irgenetwas beziehen müssen, wenn wir Qualität einschätzen wollen. Dabei gibt es eben Unterschiede zwischen den Bezügen, die wir im Alltag herstellen und denen, die "richtig" sind. Bei BIO-Produken gehen wir davon aus, dass sie gesünder sind, weil sie ohne Pestizide hergestellt wurden. Meinen Supermarkt des Vertrauens suche ich mir nach einem anderen Kriterium aus und bei spendensammelnden Organisationen beziehen sich eben viele Menschen (fälschlicher Weise) auf die Verwaltungskosten.
(2) Auf die Nicht-Vergleichbarkeit von FPOs und NPOs bin ich durch die MAECENATA-Studie gekommen. Dort wird festgehalten, dass NPOs zielorientiert und FPOs profitorientiert sind. Ein Vergleich wird den nicht-profitorientierten Organisationen nicht gerecht, weil sie im Sinne ihres Anspruches der Gemeinnützigkeit keine "bottom-line" haben -- sie sind quasi der Sache, nicht dem Produkt verpflichtet. Wenn sich eine Organisation um hungernde Kinder kümmert, kann sich ihre Arbeit nicht nur darauf beziehen Kindern Essen zu geben, sondern ihnen auch zukünftig ein besseres Leben zu ermöglichen (Bildung/Aufbau einer Agrarwirtschaft ...) NPOs und FPOs können also nicht auf die gleiche Weise verglichen werden, weil sie nicht nur ein jetzt messbares Gut herstellen, sondern entwickeln.

Der Mensch -- und da stimmst du mir sicherlich zu -- braucht die Reduktion von Komplexität. Das schlägt freilich hohe Wellen, denn gesellschaftliche Kommunikation wirklt sich eben auch auf (Förder)Politik aus.

Ich hoffe ich konnte mich anständig erklären. Viele Grüße aus dem Studi Café der FH- Erfurt "Aquarium". Hannes

Anonym hat gesagt…

Hi Hannes!

Besten Dank für die ausführliche Antwort auf meine provokanten Fragen.

Was (1) angeht scheinen wir einer Meinung zu sein. Bei (2) wahrscheinlich auch. Die "Sache" in eine wirklich vergleichbare Kennzahl zu pressen ist wie du schreibst schwierig und führt ja leider gerade zu den Verwaltungskostenblüten die ich so gerne anprangere. Dennoch sollten man meiner Meinung nach mit allen Mitteln versuchen hier besser zu werden und natürlich kann es nicht sein, dass Organisatin A besser abschneidet, als Organisation B, nur weill sie mehr "Essen" verteilt hat. Leider ist es viel komplexer, aber das kann man ja zumindest ansatzweise berücksichtigen (langfrisitge Vergleiche mit mehreren Indikatoren... ).

Anonym hat gesagt…

... Die Kontrolle und die Transparenz, auf die sich international agierende Hilsorganisationen geeinigt haben -- du hast den Artikel ja verlinkt -- könnte doch eine angemessene Lösung sein?! Zumindest ist es ein erster Schritt, auch in Richtung globale Bürgergesellschaft...

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